Mein Liebster Hajo ist am 6. September 2010 ganz plötzlich an einer Lungenembolie gestorben. Vier Jahre habe ich ihn durch eine schwere Depression begleitet. Der Abschied fällt mir so schwer. Doch das Schreiben erleichtert mich und lässt mich ihm immer wieder nah sein.


Donnerstag, 6. September 2012

Abschied

Heute vor zwei Jahren Hajo, da hast Du mich von der Bahn abgeholt, Du sahst so schlecht aus, ich machte mir Sorgen. Das Einkaufen war dennoch lustig, wir hatten Spaß und dann ging alles sehr schnell. Der Krankenwagen brauste mit Blaulicht und Martinshorn davon und ich sah Dich lebend nur noch einmal kurz, als sie Dich auf die Intensivstation verlegten. Ob Du da wirklich noch gelebt hast, vermag ich nicht zu sagen. Nicht lange danach warst Du wirklich tot und ich musste Dich gehen lassen.


Habe Dir heute Blumen ans Grab gebracht.

Und dann habe ich an mein Gespräch heute Morgen mit der Psychoonkologin gedacht, dass ich das Gefühl habe, ich müsste Dich jetzt ganz gehen lassen, und dann fiel mir der Film ein, den Du so gerne gesehen hast, Nachricht von Sam, und wie lange Du nach der Musik gesucht hast und dann endlich fündig geworden bist, das Stück ist von den Righteous Brothers "Unchained Melody". Dort ist dieser Sam auch tot und doch da und rettet seine Freundin und dann geht er für immer von ihr. Mit eben diesem Lied.

Auch Du gehst jetzt für immer fort. Mein Leben wird für immer ohne Dich sein.

Lebe wohl Liebster!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Loslassen....

Ich hab' dich losgelassen
Und möcht doch gerne fassen
Nach Deiner lieben Hand.

Ich hab' Dich losgelassen
Und möcht Dich halten fest
Wo immer Du auch gehst.

Ich hab' Dich losgelassen
Doch träum' ich immerzu
Von dem vertrauten Du.
(Maria Holschuh)

Diese Verse sagen das, was mich an so furchtbaren Tagen bedrückt. Sie sind für mich ein kleiner Trost.
Liebe Grüße und weiterhin alles Gute.

accom hat gesagt…

Was für ein schönes Gedicht, vielen Dank dafür!!